Sicking fährt 550 Kilometer für den guten Zweck

21.05.2026

Fietsen-Logo

Vier Tage, 43000 Euro und ganz viel Teamgeist - Dietmar Sicking vom SuS Legden fährt 550 Kilomerter für den guten Zweck.

 

Vier Tage lang war das Münsterland auf zwei schmalen Reifen unterwegs: Bei der RennFietsen Tour 2026 des Münsterland e.V. rollten 35 Rennradfahrerinnen und -fahrer vom 14. bis 17. Mai 2026 durch die Region. Darunter auch der Radsportler Dietmar Sicking vom SuS Legden. Gemeinsam erradelten sie mehr als beeindruckende 43000 Euro für hilfebedürftige Kinder.

 

Ein rollender Start ins lange Wochenende

Donnerstagmorgen am Flughafen Münster/Osnabrück: Während der reguläre Flugbetrieb läuft, sammeln sich an der Geschäftsstelle des Münsterland e.V. immer mehr Menschen in bunten Trikots. Rennräder werden aus Autos gehoben, Startnummern befestigt, letzte Trinkflaschen gefüllt. Die Nervosität ist spürbar, aber vor allem die Vorfreude auf vier Tage RennFietsen Tour. Trotz anhaltendem Regen und kaltem Wind, ein Wetter was zumindest an diesem Tag nicht besser wird.

 

 

Vom FMO aus führt die „Benefiets“-Tour in mehreren Etappen quer durchs Münsterland. Das Ziel ist klar: Viele Kilometer erradeln und damit die Spenden für die Organisationen AGAPEDIA (Gründer Jürgen Klinsmann) und Roter Keil zu generieren. Schon auf den ersten Kilometern zeigt sich, was die RennFietsen Tour besonders macht: Es ist nicht nur die sportliche Herausforderung, sondern vor allem das Miteinander.

 

Unterwegs im Zeichen des guten Zwecks

Stärkere Fahrerinnen und Fahrer nehmen Tempo raus, wenn jemand in Schwierigkeiten gerät - alle fahren gemeinsam los und alle kommen gemeinsam an. An den Steigungen hört man aufmunternde Zurufe, an den Pausenstationen werden Riegel, Bananen und Geschichten geteilt. Die Route führt durch typische Münsterländer Landschaften mit Feldern, kleinen Ortschaften und Wirtschaftswegen.

 

Die Abende verbringen alle gemeinsam in der Turnhalle des Berufskollegs in Warendorf. Aus Sporttaschen werden Kissen, aus Hallenbänken Ablagen für Helme und Radschuhe. Trikots hängen zum Trocknen an den Geländern, Räder lehnen in Reih und Glied an der Wand.

 

 

Und nach den Duschen sitzen die Teilnehmenden noch lange zusammen, sprechen über Kilometer, Wetterprognosen und vor allem über den Sinn der Tour: Kinder und Jugendliche zu unterstützen, die auf Hilfe angewiesen sind.

 

Wetterkapriolen und flexible Routenplanung

Das Münsterländer Wetter zeigt sich an diesem Wochenende von seiner launischen Seite. Immer wieder ziehen Schauer durch, der Wind frischt auf, Straßen werden rutschig. Daher regiert die Tourleitung verantwortungsbewusst: Aus Sicherheits- und Gesundheitsgründen werden einige der ursprünglich geplanten Abschnitte verkürzt oder angepasst.

 

Im Feld sorgt das nicht für Enttäuschung, sondern für noch mehr Zusammenhalt. Gruppen fahren geschlossen, achten aufeinander und unterstützen sich, wo es nötig ist. Am Ende sind sich alle einig: Die Sicherheit aller Beteiligten steht über jeder geplanten Kilometerzahl.

Engagement, das weiterwirkt.

 

Neben der sportlichen Leistung beeindruckt vor allem das finanzielle Ergebnis der Tour. Insgesamt kommen über 43.000,- Euro an Spenden zusammen! Eine Summe, die gewohnheitsgemäß nach der Tour noch weiter anwächst.


Starkes Signal für die Arbeit von AGAPDIA und Roter Keil

Beide Organisationen setzen sich in besonderer Weise für Kinder und Jugendliche ein, die Schutz, Förderung und Perspektiven brauchen.

Viele Fahrerinnen und Fahrer haben bereits im Vorfeld der Tour in ihrem Umfeld Spenden gesammelt. Im Freundeskreis, im Verein, am Arbeitsplatz.

 

 

So trägt jede einzelne Person ein Stück Verantwortung für das gemeinsame Ergebnis. Exemplarisch steht dafür auch der Einsatz des SuS-Legden-Radsportlers Dietmar Sicking, der im Vorfeld seiner ersten Teilnahme an der Tour über 1.000,- Euro einwerben konnte und somit einen guten Teil der Spendensumme beitragen konnte. „Jetzt weiß ich, wie man das angeht“, so Sicking, „Im nächsten Jahr werde ich wieder mitmachen und versuchen, den Betrag noch zu überbieten. Vielen Dank aber an dieser Stelle an alle Spender und Spenderinnen! Nicht nur von mir sondern auch von den Initiatoren der Tour!“

 

Sicking fuhr die vollen Tourkilometer mit. Einen Teil der wetterbedingt entfallenen Kilometer kompensierte er kurzerhand, indem er nach der letzten Etappe am Sonntag von Münster noch rund 50 km mit dem Rad nach Hause fuhr.


Damit verbuchte er für sich in den vier Tagen insgesamt knapp 550 Kilometer und rund 2500 Höhenmeter.


Das steht stellvertretend für das Engagement vieler, die die Aktion weit über das reine Mitfahren hinaus unterstützt haben.

 

Ankunft in Münster

Gänsehautmomente auf dem Prinzipalmarkt: Als sich der Tross dem Münsteraner Prinzipalmarkt nähert, mischen sich Erschöpfung und Vorfreude. Zwischen historischen Giebelhäusern und Kopfsteinpflaster werden die Fahrerinnen und Fahrer von Zuschauerinnen, Angehörigen und Passanten begrüßt. Ein Gänsehautmoment!

 

Ein besonderer Höhepunkt ist der Empfang durch die Bürgermeisterin Angela Stähler. In ihrer Ansprache würdigt sie den Einsatz der Teilnehmenden und hebt hervor, welche Bedeutung bürgerschaftliches Engagement und ehrenamtliche Initiativen wie die Rennfietsen Tour für die Region haben. Spätestens an diesem Punkt ist die Müdigkeit vergessen. Der Stolz über das gemeinsam Erreichte überwiegt.

 

 

Rückblick und Ausblick

Vier Tage, unzählige Eindrücke: Die Rennfietsen Tour 2026 wird den Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben. Sie hat gezeigt, wie viel möglich ist, wenn sportlicher Ehrgeiz, ehrenamtliches Engagement und Solidarität zusammentreffen.

 

Aktuell über 43.000,- € Spendensumme für Kinder- und Jugendprojekte,
ein engagiertes Feld von 35 Fahrerinnen und Fahrern, eine zuverlässige Organisationsmannschaft im Hintergrund und eine Tour, die trotz Wetterkapriolen sicher und kameradschaftlich zu Ende gebracht wurde machen die Rennfietsen Tour 2026 zu einem vollen Erfolg.

 

Viele Teilnehmende und auch Dietmar Sicking sind sich schon am Ende der Tour einig: Nach der Rennfietsen Tour ist vor der Rennfietsen Tour. Die Vorfreude auf die nächste Auflage vom 6. bis 9. Mai 2027 im Münsterland ist bereits jetzt spürbar und damit auch die Hoffnung, erneut viele Kilometer und viele Spenden für den guten Zweck zu sammeln.

 

https://www.muensterland.com/tourismus/themen/radfahren-muensterland/rennfietsen-tour-muensterland/

 

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